„Antisemitismus – kein Relikt aus vergangenen Zeiten“

Gedenkgang durch Saalfeld zum internationalen Holocaustgedenktag unter dem Titel: „Antisemitismus – kein Relikt aus vergangenen Zeiten“

Am 27.01. wird jährlich der ermordeten Menschen gedacht, die im Zuge des Holocaust und speziell der Shoah hingerichtet wurden. Dazu versammeln sich Überlebende – beispielsweise in Auschwitz – um zu Gedenken, zu Erinnern und zu Mahnen. Viele Politiker halten an diesem Tag Reden, die immer wieder betonen, dass „so etwas nie wieder geschehen“ solle. Aktuell baut man in diese Ansprachen immer wieder gern Mahnungen ein, die gegen offene Neonazis oder gegen „rechten Populismus“ gerichtet sind, um vor einen Rückfall in dieses „dunkle Kapitel deutscher Geschichte“ zu warnen. Dabei geht die größte Gefahr für Jüdinnen und Juden heute nicht etwa von den sogenannten (rechten) Populisten, sondern in erster Linie von gewalttätigen islamischen Terrorgruppen, wie der Hamas im Gazastreifen oder der Hisbollah im Libanon, sowie von dem klerikal-faschistischen Regime im Iran aus, welches regelmäßig mit der atomaren Vernichtung Israels – dem Staat der Juden – droht.

In der Bundesrepublik Deutschland – dem Rechtsnachfolger des Dritten Reiches – hat man währenddessen kein Problem damit, sich mit Vertreten des antisemitischen iranischen Regimes zu treffen und Wirtschaftsgeschäfte auszuhandeln, wie es jüngst vor allem Sigmar Gabriel tut, der zwar Neonazis in Sachsen ganz rebellisch den Mittelfinger entgegenstreckt, aber vor den Mullahs in Teheran regelmäßig kuscht und ihren Antisemitismus und den damit verbundenen Hass auf Israel als bloße Meinungsverschiedenheit kleinredet.

Das Drängen des iranischen Regimes Israel und seine Bevölkerung Bevölkerung zu vernichten muss unbedingt wahr- und ernstgenommen werden – und das wird es auch Linken nicht.

Das deutsche Holocaustgedenken und das „Aufarbeiten der Geschichte“ haben nicht zu Ziel, die Bedingungen zu reflektieren und herauszustellen, die Auschwitz ermöglichten, sondern die Shoah quasi als „Betriebsunfall“ darzubieten, aus dem man gelernt hätte (Als müsste man erst lernen, dass es sich nicht gehört Millionen Menschen zu vergasen). Gegen diese Art der Vergangenheitsbewältigung ist es unbedingt zu kritsieren, dass man die Shoah als abgegolten ansieht.

Die Aufgabe einer antifaschistischen Gedenkpolitik muss es sein, die Shaoh als unabgegolten und unabgeltbar zu begreifen und die Bedingungen zu beleuchten und zu kritisieren, die jene ermöglichten und die bis heute fortbestehen.

Wir möchten an diesen Tag daher sowohl das historische jüdische Leben in Saalfeld und den Antisemitismus in Saalfeld während des Nationalsozialismus thematisieren, als auch den aktuellen Antisemitismus kritisieren.

Wir laden alle Menschen ein uns zu begleiten, die Interesse an einer kritischen Perspektive auf die Geschichte Saalfelds sowie auf die deutsche Gedenkpolitik und aktuelle antisemitische Agitationen haben. Start ist um 17:00 Uhr auf dem Marktplatz in Saalfeld

Am Tag selbst bieten wir eine kurze Broschüre mit grundlegenden Positionen und Informationen den Tag betreffend an.

Facebookveranstalung für aktuelle Informationen: Link

 

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